Biografien

 

Kit Armstrong

 

 

Seitdem Kit Armstrong vor nahezu zwanzig Jahren die internationalen Bühnen betrat, fasziniert er die Musikwelt. Kaum ein anderer junger Künstler – 2022 wird Kit Armstrong 30 Jahre alt – ist auf derart vielen Gebieten versiert und universell ausgebildet wie er.

 

Von der New York Times als „brillianter Pianist“ gefeiert, der „musikalische Reife und jugendliche Kühnheit in seinem exzeptionellen Spiel verbindet“, hat Kit Armstrong eine ganz eigene künstlerische Handschrift ausgeprägt. Die intensive Beschäftigung mit der Musik steht bei ihm auf selbstverständliche Art und Weise in enger Beziehung mit anderen Künsten sowie mit Naturwis- senschaften und Mathematik. Sein Repertoire geht zurück bis ins 16. Jahr- hundert, zu den Anfängen der Tastenmusik bei den großen englischen Virginalisten, und reicht bis ins 21. Jahrhundert. Seine Programme sind eine einzigartige Mischung musikalischer Entdeckungen mit den großen Meisterwerken der Klavierliteratur.

 

So ist es für Kit Armstrong ein konsequenter Schritt, sich auf seinem Debü- talbum bei Deutsche Grammophon mit Werken von William Byrd und John Bull, den Gründungsvätern der Musik für Tasteninstrumente, zu präsentieren und damit zu einer größeren Bekanntheit dieser Musik beizutragen. Mit ihren gegensätzlichen Musikerpersönlichkeiten – reine, komplexe Schönheit auf der einen und leidenschaftlicher Selbstausdruck auf der anderen Seite – schufen Byrd und Bull gemeinsam das Universum, das die Instrumentalmusik seither bestimmt.

 

Für die kommenden Spielzeiten hat Kit Armstrong einen Zyklus von 500 Jahren Klaviermusik entwickelt. In fünf Programmen nimmt er seine Zuhörer auf eine Reise durch fünf Jahrhunderte Klaviermusik von 1520 bis 2020, von William Byrd bis ins 21. Jahrhundert. Besonders eindrücklich entfalten sich in der von ihm konzipierten Chronologie die musikalischen Strömungen, Einflüsse und Querbezüge für die Hörer. Auch wird Kit Armstrong die Beschäftigung mit Mozart und seine Liebe zu dessen Werk weiter vertiefen. Dabei werden die Klavierkonzerte ebenso eine zentrale Rolle spielen, wie die zyklische Aufführung aller Klaviersonaten.

 

Armstrong arbeitet mit vielen der weltweit gefragtesten Dirigenten zusammen, darunter Christian Thielemann, Herbert Blomstedt, Riccardo Chailly, Kent Nagano und Manfred Honeck. Er ist mit einigen der weltbesten Orchester aufgetreten, etwa die Wiener Philharmoniker, die Staatskapelle Dresden und das Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks. Er war Artist-in-Residence bei den Festspielen Mecklenburg-Vorpommern 2018 und „Artist-in-Resonance“ am Musikkollegium Winterthur und ist langjähriger Partner der Akademie für Alte Musik Berlin. Solo-Recitals führten ihn in jüngster Zeit ins Théâtre des Champs-Elysées, ins Münchner Prinzregententheater, zum Klavierfestival Ruhr, in die Philharmonie de Luxembourg und in die Kölner Philharmonie.

 

Als leidenschaftlicher Kammermusiker hat Kit Armstrong enge künstlerische Partnerschaften mit anderen führenden Instrumental- und Vokalsolisten entwickelt. Armstrong trat auch mit Orgelkonzerten in der Berliner Philharmonie, der Kölner Philharmonie und im Konzerthaus Wien auf.

Als Kit Armstrong im Jahr 2012 eine Kirche im nordfranzösischen Städt- chen Hirson nahe der belgischen Grenze erwarb, begann eine einzige Erfolgsgeschichte, die seither ein großes Echo in den Medien findet. Mit der Kirche St. Thérèse ist es ihm gelungen, ein soziokulturelles Zentrum zu schaffen, das regelmäßig Konzerte und interdisziplinäre Projekte für ein regionales und überregionales Publikum veranstaltet.

 

Geboren 1992 in Los Angeles, studierte Armstrong am Curtis Institute of Music und an der Royal Academy of Music in London. Mit 7 Jahren begann er ein Kompositionsstudium an der Chapman University und ein Physikstudium an der California State University, später auch Chemie und Mathematik an der University of Pennsylvania und Mathematik am Imperial College London. Er erwarb einen Master in Mathematik an der Universität Paris VI.

 

 

 

Schumann Quartett

 

Das Schumann Quartett ist dort angekommen, wo alles möglich ist, weil man auf Sicherheiten verzichtet. Das schließt auch das Publikum mit ein, das sich Abend für Abend auf alles gefasst machen muss: „So wirklich entwickelt sich ein Werk nur live“, sagen sie, „das ist ‚the real thing‘, weil wir vorher selbst nie wissen, was passiert. Spätestens auf der Bühne fällt jede Imitation weg, man wird automatisch ehrlich zu sich selbst. Dann kann man in der Musik eine Verbindung mit dem Publikum herstellen, kommunizieren.“ Die Live-Situation wird in naher Zukunft noch weiter aufgeladen: Sabine Meyer, Menahem Pressler, Andreas Ottensamer und Anna Lucia Richter zählen zu den aktuellen Partnern der Vier.

 

Seit ihrer frühesten Kindheit spielen die drei Brüder Mark, Erik und Ken Schumann zusammen. 2012 ist die in Tallinn geborene und in Karlsruhe aufgewach- sene Liisa Randalu als Bratschistin dazu gekommen. Immer wieder bemerken Außenstehende, wie stark die Bindung zwischen ihnen ist. Die Vier genießen die nonverbale Kommunikation, „ein Blick, und ich weiß, wie er/sie die Musik in dem Moment spielen möchte“. Unterschiedliche Persönlichkeiten treten deutlicher hervor, gleichzeitig entsteht in jedem musikalischen Werk ein gemeinsamer Raum, findet eine geistige Metamorphose statt. Vielleicht sind diese Offenheit und Neugierde die entscheidenden Einflüsse von Lehrern wie Eberhard Feltz, dem Alban Berg Quartett oder Partnern wie Menahem Pressler.

 

Lehrer, musikalische Partner, Preise, Veröffentlichungen – gerne werden Stufen konstruiert um herzuleiten, warum viele das Schumann Quartett heute zu den besten überhaupt zählen. Die Vier fassen solche Daten eher als Begegnungen auf, als Bestätigung für ihren Weg. Sie empfinden die musikalische Entwicklung der letzten zwei Jahre als Quantensprung. „Wir haben Lust darauf, es bis zum Äußersten zu treiben, zu probieren, wie die Spannung und unsere gemeinsame Spontaneität trägt", sagt Ken Schumann, der mittlere der drei Schumann Brüder. Versuche, ihnen einen Klang, eine Position, eine Spielweise zuzuordnen, hebeln sie charmant aus, lassen allein die Konzerte für sich sprechen. Und Kritiker geben ihnen recht: „Feuer und Energie. Das Schumann Quartett spielt umwerfend gut [...] zweifellos eine der allerbesten Formationen der jetzigen Quartettblüte, [...] blitzende Virtuosität und Überraschungsbereitschaft“ (Harald Eggebrecht in der SZ). 

 

 

 

Bennewitz Quartett

 

In der weltweiten Kammermusikszene gilt das Bennewitz Quartett als der Kulturbotschafter Tschechiens.

Beheimatet in Prag, spielen die Musiker aufgrund ihrer Homogenität, ihrer technischen Perfektion gepaart mit echter Empfindung im Streichquartett-Olymp und verkörpern par excellence das böhmisch-tschechische Klangidiom.

Das Quartett ist regelmäßig zu Gast in der Wigmore Hall London, dem Wiener Musikverein, Konzerthaus Berlin, Théâtre des Champs-Elysées Paris, der Frick Collection New York, dem Seoul Arts Center und der Elbphilharmonie Hamburg. Es konzertiert im Rahmen der Salzburger Festspiele, des Lucerne Festivals, des Lockenhaus Festivals, des Rheingau Musik Festivals, des Schleswig-Holstein Musik Festivals und des Prager Frühlings.

Zu seinen Kammermusikpartnern zählen Jean-Yves Thibaudet, Alexander Melnikov, Martin Kasìk, Vadim Gluzman, Isabel Charisius und Danjulo Ishi- zaka.

Das Bennewitz Quartett begründete seine Karriere als 1. Preisträger zweier der renommiertesten Wettbewerbe für Streichquartette: Osaka 2005 und Prémio Paolo Borciani in Italien 2008. Namensgeber des Ensembles ist der bedeutende tschechische Geiger Antonín Bennewitz, Begründer der tschechischen Violinschule.

2018 war das Ensemble das 'Quartet in Residence' der Tschechischen Philharmonie im Rudolphinum Prag. 2019 erhielt es den 'Classic Prague Award' für das beste Kammerkonzert des Jahres. Im Januar 2019 umrahmte das Ensemble musikalisch die Gedenkstunde für die Opfer des Holocaust im Deutschen Bundestag.

Zuletzt war das Bennewitz Quartett im Konzerthaus Berlin, beim Mozartfest Würzburg und im Brucknerhaus Linz zu Gast. In dieser Saison gastieren die Tschechen bei den Schwetzinger SWR Festspielen, der Mozartwoche Würzburg, in der Elbphilharmonie und der Liederhalle Stuttgart. Ferner steht erneut eine große USA-Tournee im Kalender.

Das Bennewitz Quartett hat etliche CDs vorgelegt mit Werken von Bartók, Dvorák, Janácek und Smetana. 2019 erschien bei Supraphon eine Einspie- lung von Musik jüdischer Komponisten mit Werken von Krása, Ullmann, Schulhoff und Haas. Diese CD wurde von Gramophone UK als Referenzeinspielung und 'splendid disc' bewertet.

 

 

Flautando Köln

 

Das renommierte Blockflötenquartett steht seit über 30 Jahren für brillantes Zusammenspiel auf höchstem technischen Niveau, gepaart mit Temperament, Charme und Witz. So souverän wie sich die vier Musikerinnen auf internationalem Parkett bewegen, so innovativ sind sie auch bei der Entdeckung neuer genreübergreifender Literatur. Mit großem Stilgefühl und Fantasie arrangieren sie Werke aller Epochen für ihre Besetzung, die nicht nur mit mehr als 40 Blockflöten verschiedenster Größe und Bauart aufwartet, sondern auch mit der viel gelobten Sopranstimme von Ursula Thelen eine weitere Facette erklingen lässt.

 

Seien es feurige mittelalterliche Spielmannstänze, virtuose Barockkonzerte, wehmütige türkische Volkslieder oder aber ein dramatisches Chanson von Kurt Weill, Flautando Köln überrascht seine Zuhörer immer wieder mit nie Dagewesenem und begeistert Publikum wie Kritiker gleichermaßen. Charmante Moderationen machen die umjubelten Konzerte darüber hinaus zu einem stimmungsvollen und mitreißenden Gesamterlebnis, in dem Virtuosität selbstverständlich, aber nie Selbstzweck ist.

 

Neben regelmäßigen Rundfunk- und Fernsehaufnahmen beim WDR, SWR, MDR und Radio Bremen nahm Flautando Köln bisher neun CDs in Zusam- menarbeit mit dem WDR und dem DLF auf. Regelmäßig arbeiten die Flötistinnen mit Gastmusikern zusammen (z.B. Franz Vitzthum / Countertenor oder Torsten Müller / Perkussion). Seit 2018 besteht eine weitere Zusammenarbeit mit dem Schauspieler Heiko Deutschmann, mit dem Flautando Köln u.a. ein Programm mit Musik und Texten rund um Kurt Tucholsky präsentiert. (Premiere Ruhrfestspiele 2018) Das Quartett gastierte bei zahlreichen Festivals weltweit, u.a. dem Schleswig Holstein Musikfestival, dem Rheingau Musikfestival und dem MDR Musiksommer. Auslandsreisen führten Flautando Köln nach Zentralamerika, China, Taiwan, Korea und quer durch Europa.

 

 

 

 

Arabella Steinbacher

 

Arabella Steinbacher, die als eine der führenden Solistinnen unserer Zeit gefeiert wird, ist bekannt für ihr außerordentlich vielfältiges Repertoire, das die Höhepunkte der Klassik und Romantik ebenso umfasst wie die modernistischen Konzertwerke von Bartók, Berg, Britten, Glazunov, Gubaidulina, Hartmann, Hindemith, Chatschaturjan, Milhaud, Prokofjew, Schnittke, Schostakowitsch und Szymanowski.

 

Die Saison 2021/2022 begann mit einem Auftritt mit der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen beim George Enescu Festival in Rumänien. Zu weiteren Höhepunkten der Saison gehören Wiederauftritte mit dem Philharmonia Orchestra London unter der Leitung von Marin Alsop, dem Orchestre Philharmonique de Strasbourg, dem Mozarteum Orchester Salz- burg, der Dresdner Philharmonie, dem Philharmonischen Staatsorchester Hamburg, der Ungarischen Nationalphilharmonie und dem Kyoto Symphony Orchestra. Außerdem kehrt Arabella Steinbacher zu den Festival Strings Lucerne, dem Stuttgarter Kammerorchester und dem Kammeror- chester des Symphonieorchesters des Bayerischen Rundfunks zurück. Mit letzterem spielt sie Repertoire aus ihrem im Juni 2020 erschienenen, gefeierten Album Four Seasons von Vivaldi und Piazzolla.

 

Im weiteren Verlauf der Saison wird sie mit der Deutschen Radiophilharmonie Saarbrücken und Pietari Inkinen auf Tournee gehen und bei einer Reihe von Festivals, unter anderem dem Beethoven Festival Warschau auftreten. Rezitale führen sie zur Bachwoche Ansbach als auch den Schwetzinger Festspielen.

Zu den Orchestern, mit denen Arabella Steinbacher regelmäßig zusammenarbeitet, gehören das New York Philharmonic, Boston Symphony Orchestra, Chicago Symphony Orchestra, Gewandhausorchester Leipzig, NDR Elbphilharmonie Orchester und Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks. Sie konzertierte mit großem Erfolg mit dem London Symphony und dem Orchestre National de France, dem ORF Radio- Symphonieorchester Wien sowie dem Seoul Philharmonic Orchestra.

 

Steinbacher arbeitet mit Dirigenten wie Herbert Blomstedt, Christoph von Dohnányi, Christoph Eschenbach, Lawrence Foster, Valery Gergiev, Jakub Hrša, Marek Janowski, Vladimir Jurowski, Fabio Luisi, Zubin Mehta, Andris Nelsons, Yannick Nézet-Séguin, Andrés Orozco-Estrada, Kirill Petrenko, John Storgårds und Kazuki Yamada zusammen.

 

Arabella Steinbachers umfangreiche Diskographie spiegelt ihr vielfältiges Repertoire wider. Ihre nächste Aufnahme für Pentatone, für die sie exklusiv aufnimmt, schließt ihren hochgelobten Mozart-Aufnahmezyklus mit Festival Strings Lucerne ab. Ihre jüngste Aufnahme beinhaltet "Die vier Jahreszeiten" von Astor Piazzolla und Antonio Vivaldi und wurde unter ihrer Leitung mit dem Münchener Kammerorchester aufgenommen. Die Aufnahme wurde im Sommer 2020 veröffentlicht und erhielt begeisterte Kritiken. Die 5-Sterne-Kritik des Guardian endete schlicht mit „what a player“. Ebenso erfolgreich war Steinbachers vorherige Einspielung der Violinkonzerte von Britten und Hindemith mit Vladimir Jurowski und dem Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin, die von der Kritik hoch gelobt wurde; das Gramophone Magazine kommentierte: „her partnership with Jurowski seems made in heaven“.

 

In eine Musikerfamilie hineingeboren, spielte Steinbacher seit ihrem dritten Lebensjahr Geige und studierte seit ihrem achten Lebensjahr bei Ana Chumachenco an der Hochschule für Musik und Theater in München. Eine Quelle der musikalischen Inspiration und Führung ist der israelische Geiger Ivry Gitlis. Steinbacher spielt derzeit die Geige von Antonio Stradivari, Cremona 1718, bekannt als "ex Benno Walter", die ihr großzügiger Weise von einer privaten Schweizer Stiftung zur Verfügung gestellt wurde.

 

 

 

Sharon Kam

 

 

Vom Anbeginn ihrer Karriere sind die beiden Mozartschen Meisterwerke für die Klarinette ein wesentlicher Bestandteil der künstlerischen Arbeit von Sharon Kam: Im Alter von 16 Jahren spielte sie Mozarts Klarinettenkonzert in ihrem Orchesterdebüt mit dem Israel Philharmonic Orchestra unter Zubin Mehta, und nur wenig später sein Klarinettenquintett gemeinsam mit dem Guarneri Quartet in New York.

 

Zu Mozarts 250. Geburtstag spielte sie sein Klarinettenkonzert im Ständetheater in Prag, das vom Fernsehen live in 33 Länder übertragen wurde und erfüllte sich im gleichen Jahr den Wunsch, sowohl das Konzert als auch sein Klarinettenquintett mit der Bassett-Klarinette aufzuzeichnen. Für diese hochgelobte Aufnahme konnte Sharon Kam die Haydn Philharmonie und vier Star-Streicher gewinnen: Isabelle van Keulen, Ulrike-Anima Mathé, Volker Jacobsen und Gustav Rivinus.

 

Als begeisterte Kammermusikerin arbeitet Sharon Kam darüber hinaus mit Künstlerfreunden wie Lars Vogt, Christian Tetzlaff, Enrico Pace, Daniel Müller-Schott, Leif Ove Andsnes, Carolin Widmann und dem Jerusalem Quartett. Sie ist häufiger Gast bei Festivals wie Schleswig-Holstein, Heimbach, Rheingau, Risør, Cork, Verbier, der Schubertiade und in Delft.

 

Ihr Engagement für zeitgenössische Musik lässt sich an zahlreichen Uraufführungen ablesen; darunter Krzysztof Pendereckis Klarinettenkonzert und Quartett sowie Klarinettenkonzerte von Herbert Willi (Salzburger Festspiele), Iván Eröd und Peter Ruzicka (Donaueschingen).

Durch ihre zahlreichen Aufnahmen hat Sharon Kam bewiesen, dass sie in der Klassik bis zur Moderne und auch im Jazz zu Hause ist. Sie wurde bereits zweimal mit dem ECHO Klassik als „Instrumentalistin des Jahres“ ausgezeichnet: 1998 für ihre Weber-Aufnahme mit dem Gewandhausorchester Leipzig unter Kurt Masur und im Jahr 2006 für ihre CD mit dem MDR Sinfonieorchester und Werken von Spohr, Weber, Rossini und Mendelssohn. Die Aufnahme „American Classics“ mit dem London Symphony Orchestra unter der Leitung ihres Ehemannes Gregor Bühl wurde mit dem Preis der Deutschen Schallplattenkritik ausgezeichnet.

 

2013 folgte ihre gefeierte „Opera!“-CD mit Transkriptionen von Arien Rossinis, Puccinis bis hin zu Wolf-Ferraris, für Klarinette und Kammerorchester, die sie mit dem Württembergischen Kammerorchester unter Ruben Gazarian einspielte. Zum 100 jährigen Todestag von Max Reger hat Sharon Kam mit ihren Kammermusikpartnern der Mozart-Aufnahme im Oktober 2015 die Klarinettenquintette von Reger und Brahms veröffentlicht.

 

Ihr neues Trio-Album „Contrasts“ das sie gemeinsam mit ihren langjährigen Partnern Ori Kam und Matan Porat aufgenommen hat, wurde gleich nach Erscheinen auf die Bestenliste des Preises der Deutschen Schallplattenkritik gesetzt. Im Frühjahr 2020 wurde darauf folgend ihre Aufnahme der Klarinettenkonzerte von Carl Maria von Weber und seinen Zeitgenossen Karol Kurpiński und Bernhard Henrik Crusell bei ORFEO International veröffentlicht, die sie zusammen mit dem ORF Radio-Symphonieorchester Wien und Gregor Bühl aufgenommen hat. In 2021 wird ein Hindemith Album erscheinen.

Sharon Kam ist ein Buffet Crampon Artist und spielt schon immer das Modell R13. Ihr Mundstück ist von Peter Eaton, London.

 

 

 

 

Mario Häring

 

Mario Häring wurde im November 1989 in Hannover geboren und wuchs in Berlin auf. Aus einer deutsch-japanischen Musikerfamilie stammend, machte er bereits im Alter von 3 Jahren erste Erfahrungen auf der Geige und am Klavier und erhielt wenig später seinen ersten Klavierunterricht. Noch vor seinem Abitur lernte er als Jungstudent bei Prof. Fabio Bidini im Julius-Stern-Institut der UdK Berlin sowie an der HMTM Hannover unter Prof. Karl-Heinz Kämmerling. Bei Prof. Kämmerling und Prof. Lars Vogt absolvierte Mario Häring sein Studium, das er 2017 mit Bestnote abschloss.

 

Besonderes Aufsehen erregte er 2018 mit dem Gewinn des 2. Preises bei der renommierten Leeds International Piano Competition. Dort erhielt er auch als erster Preisträger den Yaltah Menuhin Award, der für die beste und einfühlsamste kammermusikalische Darbietung im Semifinale verliehen wird.

Schon im Jahr 2003 gab Mario Häring sein Orchesterdebüt in der Berliner Philharmonie. Seitdem führte ihn seine intensive Konzerttätigkeit ihn in renommierte Säle wie das Konzerthaus Berlin, die Laeiszhalle Hamburg, die Elbphilharmonie, die Wigmore Hall London und die Suntory Hall in Tokyo. Er war Gast bei bedeutenden Festivals wie dem Schleswig-Holstein Musikfestival, dem Internationalen Steinway Festival, den Schwetzinger Festspielen, dem Kissinger Sommer und dem Festival “Spannungen” in Heimbach. Im Frühjahr 2017 war er zudem der erste „Intendant in Residence“ beim Festival „:alpenarte“ in Schwarzenberg. Konzertengagements führten ihn bereits durch Europa, Asien und die USA.

 

Highlights der Saison 2021/22 sind u. a. Konzerte mit dem Orchestre de Chambre de Paris unter der Leitung von Lars Vogt, darunter sein Debüt beim Festival La Roque d'Anthéron mit Mozarts Klavierkonzert Nr. 12 und ein Auftritt mit Ravels Klavierkonzert G-Dur im Theâtre des Champs-Elysées. Bei der BASF Ludwigshafen spielt er dann gemeinsam mit Vogt ein Klavierrezital, bei dem beide Künstler sowohl solistisch als auch vierhändig zu erleben sind. In der Philharmonie Berlin spielt er mit der Kammersymphonie Berlin und Jürgen Bruns. In der Meistersingerhalle Nürnberg spielt er Griegs Klavierkonzert mit den Nürnberger Symphonikern und Ari Rasi- lainen. Weitere Konzerte führen ihn in den Nikolaisaal Potsdam, zur Musikwoche Hitzacker und ins Wiener Konzerthaus.

 

In den vergangenen Saisons war Mario Häring regelmäßig in den großen europäischen Konzerthäusern zu erleben, wo er im Rahmen der ECHO „Rising Stars“-Reihe sowohl mit dem Cellisten Kian Soltani, als auch mit der Oboistin Cristina Gómez Godoy und Violistin Sara Ferrández konzertierte. Seine Begeisterung für die Kammermusik teilt er auch mit dem Geiger Noé Inui, mit dem er die ICMA-nominierte CD „Identity“ veröffentlichte.

 

Auf seinem Solo-Debütalbum „Russian Moments“ widmete Mario Häring sich Werken von Rachmaninow, Prokofjew und Kapustin. Zum Debussy-Jahr 2018 veröffentlichte er mit „...les Préludes sont des Images“ ein atmo- sphärisches Album mit Werken des Komponisten, das bei Publikum und Fachpresse auf große Resonanz stieß und für den Opus Klassik und den ICMA nominiert wurde. Für das Album „Røta“ wurde er gemeinsam mit der Geigerin Ragnhild Hemsing und dem Cellisten Benedict Klöckner mit dem Opus Klassik 2021 ausgezeichnet.

 

Mario Häring ist Stipendiat der Internationalen Musikakademie in Liechtenstein und der Deutschen Stiftung Musikleben.

 

 

 

 

Felix Klieser

 

Felix Klieser ist in jeder Hinsicht ein außergewöhnlicher Künstler. Mit 5 Jahren nahm er den ersten Hornunterricht, mit 13 Jahren wurde er Jungstudent an der Hochschule für Musik, Theater und Medien in Hannover. 2014 erhielt er den ECHO Klassik als Nachwuchskünstler des Jahres sowie den Musikpreis des Verbands der Deutschen Konzertdirektionen. Im selben Jahr erschien beim Patmos Verlag seine Lebensgeschichte „Fußnoten – Ein Hornist ohne Arme erobert die Welt“. 2016 wurde ihm der Leo- nard Bernstein Award des Schleswig-Holstein Musik Festival verliehen.

Highlights der Saison 2021/2022 sind der Beginn von Felix Kliesers zweijähriger Residency beim Bournemouth Symphony Orchestra und sein USA Debut in Form einer ausgedehnten Tournee dem Kammerorchester Basel und Tenor Ian Bostridge im Frühjahr 2022. Mit den London Mozart Players wird Felix Klieser beim Enescu Festival in Bukarest zu Gast sein, mit den Festival Strings Lucerne spielt er u. a. im Münchener Prinzregententheater. In mehreren Konzerten mit den CHAARTS Chamber Artists wird Felix Klieser sein aktuelles Album Beyond Words mit Transkriptionen barocker Vokalwerke präsentieren, bevor, ebenfalls Anfang 2022, seine neue Aufnahme mit dem Zemlinsky Quartett beim Label Berlin Classics erscheinen wird.

In spannenden Kammermusikprojekten wird der junge Hornist in verschiedenen Besetzungen u.a. bei den Brahmstagen Baden-Baden, im Beethovenhaus Bonn, bei der Schubertiade Hohenems, dem Dubrovnik Music Festival und beim Heidelberger Frühling auftreten. Zu seinen Kammermusikpartner*innen zählen dabei das Danish String Quartet, Sebastian Manz, Andrej Bielow, Martina Filjak, Boris Kusnezow, Tanja Tetz- laff und Kliesers langjähriger Klavierpartner Christof Keymer. Als Mitglied des Projektensembles „The Impossible Orchestra“ der Dirigentin Alondra de la Parra wird Felix Klieser im Sommer 2022 in Mexico in der ersten Ausgabe des Pax Festival spielen. Zur Besetzung des, während der Corona Pandemie entstandenen, virtuellen Orchesters gehören u.a. Rolando Villa- zón, Alisa Weilerstein, Edicson Ruiz, Albrecht Mayer und Maxim Vengerov. In Mexico werden die Musiker*innen des „Impossible Orchestra“ nach ihrem digitalen Erfolg erstmals live zusammen zu erleben sein.

Der zeitgenössische Komponist Rolf Martinsson widmet Felix Klieser ein Hornkonzert, das im Frühjahr 2022 mit der Deutschen Radio Philharmonie Saarbrücken Kaiserslautern uraufgeführt und aufgenommen wird.

Im März 2019 veröffentlichte Felix Klieser bei Berlin Classics die Einspielung der gesamten Mozart-Hornkonzerte mit der Camerata Salzburg, die anschließend drei Monate lang in den Top 10 der deutschen Klassik-Charts vertreten war. 2013 erschien sein mit dem ECHO-Klassik ausgezeichnetes Debütalbum Reveries mit Werken für Horn und Klavier.

Felix Klieser konzertierte in den vergangenen Jahren u.a. mit der Camerata Salzburg wie auch mit dem Mozarteum Orchester Salzburg, dem Orchestra Sinfonica Milano Giuseppe Verdi (Mailand), dem Orquesta Filarmónica de Gran Canaria, der Slovenska Filharmonija (Bratislava) und dem Kammerorchester des Symphonieorchesters des Bayerischen Rundfunks. Weiterhin gastierte er in kammermusikalischer Besetzung bei den Festspielen Mecklenburg-Vorpommern, der Essener Philharmonie, der Glocke Bremen, in der Tonhalle Düsseldorf und beim Schleswig-Holstein Musikfestival.

In den sozialen Medien lässt Klieser sein Publikum gerne an seinem Künstleralltag teilhaben und auch bei Konzerten hinter die Kulissen blicken. Sein Horn „Alex“, ein Modell 103 der Gebr. Alexander (Mainz) führt auf Instagram und Facebook ein Eigenleben und ist dabei beim Kochen, Lesen und Urlauben zu sehen. An der Musikhochschule Münster leitet Felix Klieser seit 2018 seine eigene Hornklasse. Sein Wissen gibt er regelmäßig in Meisterkursen weiter.

 

 

 

 

Fabrice Millischer

 

 

Spätestens seit dem Gewinn des 1. Preises beim renommierten ARD- Wettbewerb ist Fabrice Millischer nicht mehr nur dem Fachpublikum ein Begriff. Vielmehr ist der erst 28-Jährige bereits in jungen Jahren der erste 1. Preisträger im Fach Posaune überhaupt und damit einer der bekanntesten Posaunisten der jungen Generation.

 

Fabrice Millischer begann seine musikalische Ausbildung am Konservatorium im Toulouse. Seine Liebe zur Musik begann für das Kind einer Musikerfamilie am Klavier, sehr bald galt sein Interesse dem Violoncello und der Posaune – beide Instrumente studierte er am Konservatorium in Toulouse und beendete sein Studium mit Höchstnoten. Noch immer unentschieden, welches der beiden Instrumente sein „Favorit“ werden solle, entschied er sich, an das CNSMD in Lyon in die Posaunenklassen von Michel Becquet, Alain Manfrin und Daniel Lassalle zu gehen und gleichzeitig seine musikalische Karriere auf dem Cello bei Philippe Muller, Roland Pidoux und Xavier Philips in Paris fortzusetzen.

 

Fabrice Millischer konzertiert regelmäßig mit bekannten Barockensembles wie „Le Concert des Nations“ von Jordi Savall, den „Sacqueboutiers“ von Daniel Lassalle und Jean-Pierre Canihac, dem „Insula Orchestra“ von Laurence Equilbey.

 

Als gefragter Solist gastiert er bei renommierten Orchestern wie dem Wiener Kammerorchester, dem SWR-Radiosinfonieorchester Stuttgart, der Philharmonie Baden-Baden, dem Orchester „Hermitage“ aus Sankt Petersburg, dem Capitole Sinfonieorchester Toulouse, dem Sinfonieorchester Cannes, den Nancy Staatsoper, dem National Orchester der Ukraine, der Hong-Kong Sinfonietta, dem Kyushu Sinfonieorchester, dem Taiwan Sinfonieorchester. Konzertreisen führen ihn u.a. nach Washington, Sao Paulo, Peking, Tokyo, Seoul, München, Genf und Paris.

 

Von 2008 bis 2013 war Fabrice Millischer Solo-Posaunist der „Deutschen Radio Philharmonie Saarbrücken Kaiserslautern“.

Neben dem Gewinn des ARD- Wettbewerbes ist Fabrice Millischer auch Preisträger des internationalen Wettbewerbs für Posaune in Budapest (2005) und des Wettbewerbs für Barockposaune in Toulouse (2006). Seit 2009 ist er auch Teilnehmer am Programm „Déclic“ der AFAA , das die Förderung junger Künstler unterstützt. Im selben Jahr wurde er mit der Silbernen Medaille der „Académie des Arts et Lettres” ausgezeichnet.

 

2011 gewann er den „französischen Echo“ – den „Victoires de la Musique“ in der Gattung bester Nach-wuchskünstler und den Echo Klassik Preis in 2014 für die Konzerteinspielung des Jahres (CD-Aufnahme “French Trom- bone Concertos”). Er war auch hier der erste Posaunist überhaupt, dem diese gelangen.

Trotz seines jungen Alters ist Fabrice Millischer darüber hinaus bereits ein gefragter Lehrer seines Instruments – ein Bereich, der ihm persönlich sehr am Herzen liegt. Seit 2008 unterrichtet er am Konservatorium von Paul Dukas in Paris, seit 2009 als Professor für Posaune an der Hochschule für Musik Saar. Dazu wird er regelmäßig zu europäischen und internationalen Meisterkursen eingeladen. Fabrice Millischer ist gegenwärtig Professor für Posaune an der Musikhochschule Freiburg und an de “Conservatoire National Supérieur de Musique et de Danse” in Paris.

Fabrice Millischer ist Künstler des Hauses „Antoine Courtois Paris“ und spielt auf der Posaune Legend 420 NSBHST.

 

 

 

 

Clemens Rave

 

 

In einer seiner frühen Kurzgeschichten beschreibt Thomas Mann, wie das griechische "Wunderkind" Bibi sein Publikum mit einem patriotischen Encore zu Begeisterungsstürmen hinreißt.

 

Auch die Gedanken eines alternden Musikkritikers liefert der große Novellist mit: "Freilich, die Hymne musste kommen. Man spielt die Sache auf ein anderes Gebiet hinüber; man lässt kein Begeisterungsmittel unversucht. Ich werde schrei- ben, dass das unkünstlerisch ist. Aber vielleicht ist es gerade künstlerisch. Was ist der Künstler?"

 

Clemens Rave weiß um die Versuchungen, welche souveränes Können und musikalische Präsenz mit sich bringen: "Im Grunde brauchte ich nur die „Apassionata“ und die „Pathétique“ aufs Programm zu setzen, und alles wäre geritzt." Doch das genaue Gegenteil praktiziert Rave: Nicht allein der Wunsch, seinem Publikum Unbekanntes, Entlegenes und Neues zu bieten, auch der eigene Anspruch, sich nicht mit Bewährtem und pianistischer Routine zu begnügen, macht die Arbeit des Münsteraners zu einer ständigen Entdeckungsreise auf und mit dem Konzertflügel. Er ist seit 1995 Pianist der deutschen Kammerphilharmonie Bremen.

 

 

 

 

Marco Thomas

 

Marco Thomas, 1972 in Eilenburg (Sachsen) geboren, studierte in Leipzig. Während seines Studiums gewann er das Gewandhausstipendium, wurde Soloklarinettist des Gustav Mahler-Jugendorchesters und Stipendiat der Karajan-Akademie des Berliner Philharmonischen Orchesters. Bereits im Alter von 24 Jahren trat er die Stelle des Soloklarinettisten im Berliner Philharmonischen Orchester an und war bis 1999 dort tätig.

 

Marco Thomas war Soloklarinettist und Gründungsmitglied des Mahler Chamber Orchestra. Als Soloklarinettist spielte er außerdem im Chamber Orchestra of Europe, in der Deutschen Oper Berlin, im MDR-Sinfonie- orchester Leipzig, im Deutschen Symphonie-Orchester Berlin, im NDR- Sinfonieorchester, im Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, bei den Bamberger Symphonikern, der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen und vielen anderen. Außerdem war er Mitglied im Luzern Festival Orchestra unter der Leitung von Claudio Abbado.

 

Als Kammermusiker und Solist konzertiert er regelmäßig bei renommierten nationalen wie internationalen Festivals. Seine Engagements führten ihn in renommierte Häuser wie die Berliner Philharmonie, das Gewandhaus Leipzig, die Philharmonie Köln, das Deutsche Nationaltheater Weimar sowie das Teatro Carlo Felice Genua.

 

Marco Thomas ist seit dem Jahr 2000 als Professor für Klarinette und Kammermusik an der Hochschule für Künste in Bremen tätig und gibt Meisterkurse im In- und Ausland.

 

Zahlreichen CD-Aufnahmen mit den Berliner Philharmonikern, dem Mahler Chamber Orchestra, der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen und weiteren Orchestern unter Dirigenten wie Sir Georg Solti, Claudio Abbado, Daniel Barenboim, Daniel Harding, Nicolaus Harnon- court und Günther Wand runden sein Portfolio ab.

 

 

 

 

Julia Wasmund

 

 

Julia Wasmund begann ihre musikalische Ausbildung an der Musikschule ihrer Heimatstadt Neuss und absolvierte ihr Studium an der Musikhochschule Münster bei Prof. Matias de Oliveira Pinto mit dem Konzertexamen mit Auszeichnung. Wichtige musikalische Impulse gaben ihr Meisterkurse bei Peter Bruns, Marcio Carneiro, Csaba Onczay, Jens Peter Mainz, Fabio Presgrave und Matias de Oliveira Pinto. Darüber hinaus wurde sie 2015- 2017 als Akademistin im Orchester der Deutschen Oper Berlin ausgebildet.

 

Sie ist erste Preisträgerin des internationalen David Popper Violoncello Wettbewerbs in Ungarn, des „Concurso International de Violoncelos de Ouro Branco“ in Brasilien und des „Concorso Internazionale - Sant'Alfonso Maria de Liguori“ in Italien. Des Weiteren war sie Stipendiatin der Stiftung „Live Music Now“ und gewann 2019 den Kunstförderpreis der Stadt Neuss. Als Solistin spielte sie mit Orchestern wie dem Loh-Orchester Sondershausen, dem Alba Regia Symphony Orchestra in Ungarn, dem Orchester der Musikhochschule Münster, der Jungen Sinfonie Köln und dem Neusser Kammerorchester.

 

Sie widmet sich regelmäßig auch der Neuen Musik mit dem „Modern Art Sextet“ und dem „ensemble unitedberlin“ und unterrichtet unter anderem an der Musikschule in Havixbeck, beim Landesjugendensemble Neue Musik des Musikrates Berlin und als Lehrbeauftragte an der Musikhochschule Münster.

In der Saison 2021/22 spielt sie als stellvertretende Solocellistin im Philharmonischen Orchester der Stadt Ulm.

 

 

 

Bettina Wild

 

Von ihrem Geburtsort Münster zog Bettina Wild für das Querflötenstudium nach Wien, wo sie ihre Diplomprüfung ›mit Auszeichnung‹ absolvierte und mit dem ›Würdigungspreis des österreichischen Ministeriums für besondere künstlerische Leistungen‹ ausgezeichnet wurde. Anschließend war sie Mitglied der Orchesterakademie der Berliner Philharmoniker. Nach einer kurzen Anstellung in Münster ist sie seit 1993 Soloflötistin der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen.

 

Daneben hat sie seit 1997 einen Lehrauftrag an der Hochschule für Künste Bremen und sie ist als Dozentin von Meisterkursen am Orchesterzentrum Dortmund und an der Musikhochschule Lübeck tätig.

 

Die privaten Vorlieben von Bettina Wild passen bestens zum Beruf einer Orchestermusikerin mit zahlreichen internationalen Konzerten: Reisen und Fotografieren. Und auch für das dritte Hobby, das Lesen, ist auf den Konzertreisen reichlich Gelegenheit. 

 

 

 

 

Peter von Wienhardt

 

Peter von Wienhardt ist Pianist, Komponist und Arrangeur; zunehmend schenkt er dem Dirigieren seine besondere Aufmerksamkeit. Als beständig Suchender ist es von Wienhardts Besonderheit, sich musikalisch immer wieder zu neuen Ufern zu begeben. So sind die Information, Improvisation, die Umkomponierung, die Kadenzierung nicht nur Teil seines Lebens, sondern auch seiner Musik geworden.

 

Die Suche nach Sinn und Charakter der Musik ist das zentrale Element seines Spiels. Seine Konzerte leben auch von seinen Gedanken, die er seinem Publikum verbal vermittelt. Seine technischen und Blattlesefähigkeiten haben es ihm ermöglicht, ein enormes Repertoire aufzubauen und auch das abseitige Repertoire zu berücksichtigen.

 

Als Interpret, Komponist, Arrangeur der Musik, dem Ausdruck, der Intention verpflichtet zu sein; als Dirigent dem Orchester zu dienen, das Klavier und das Orchester als Instrument zu verstehen, das lebendig und mit der Seele eine Idee musiziert, ist sein Ziel. Er organisiert, analysiert und strukturiert, kein lediglich wiederkauender, sondern ein immer kreativer Musiker, dessen Ideen oft aus der Situation, aus dem Raum oder dem Publikum direkt entstehen. Seine programmatische Spezialität ist es, "scheinbar unmögliche", "unaufführbare" oder extrem komplizierte Werke zu Gehör zu bringen. Wahnwitzige Kompositionen oder unübersichtliche Abläufe von der Renaissance bis zur zeitgenössischen Uraufführung fordern ihn heraus. Sein Credo ist: "Jedes Werk verdient, zumindest einmal perfekt im Sinne des Komponisten aufgeführt zu werden. Erst danach wird über Geschichte entschieden.“ Dies prägt sein Schaffen.

 

Von 1998 bis 2012 hat er in der Orchesterakademie des Schleswig Holstein Musikfestivals seine Kenntnisse unter die führenden jungen Nach- wuchsmusiker internationaler Orchester bringen und seinen passio- nierten und historisch informierten Musizierstil auf diese Weise verbrei- ten können.

Peter von Wienhardt, 1966 gebürtig aus Budapest stammend, aufgewachsen in Deutschland, bereiste als Musiker (fast) die ganze Welt. Er erlangte viele Preise (u.a. Cziffra-Liszt, Deutscher Musikrat, Echo Klassik, etc.) und veröffentlichte bis zum heutigen Tage etliche Tonträger sowohl solistisch als auch mit Orchestern und mit kammermusikalischen Künstlerpersönlichkeiten.

 

Seit 2006 hält er eine Professur für Klavier und Crossover in Münster inne und ist Intendant der Aaseerenaden Münster. Seit einigen Jahren ist er auch künstlerischer Leiter der IKM und seine Kompositionen werden mittlerweile weltweit aufgeführt. Neben der Musik in all ihren Facetten und Richtungen ist seine große Leidenschaft das Reisen und das Kennenlernen der Welt; dies praktiziert er ausgiebig auf seinen Konzertreisen!