Biografien

 

Schumann Quartett

 

Das Schumann Quartett ist dort angekommen, wo alles möglich ist, weil man auf Sicherheiten verzichtet. Das schließt auch das Publikum mit ein, das sich Abend für Abend auf alles gefasst machen muss: „So wirklich entwickelt sich ein Werk nur live“, sagen sie, „das ist ‚the real thing‘, weil wir vorher selbst nie wissen, was passiert. Spätestens auf der Bühne fällt jede Imitation weg, man wird automatisch ehrlich zu sich selbst. Dann kann man in der Musik eine Verbindung mit dem Publikum herstellen, kommunizieren.“ Die Live-Situation wird in naher Zukunft noch weiter aufgeladen: Sabine Meyer, Menahem Pressler, Andreas Ottensamer und Anna Lucia Richter zählen zu den aktuellen Partnern der Vier.

 

Seit ihrer frühesten Kindheit spielen die drei Brüder Mark, Erik und Ken Schumann zusammen. 2012 ist die in Tallinn geborene und in Karlsruhe aufgewach- sene Liisa Randalu als Bratschistin dazu gekommen. Immer wieder bemerken Außenstehende, wie stark die Bindung zwischen ihnen ist. Die Vier genießen die nonverbale Kommunikation, „ein Blick, und ich weiß, wie er/sie die Musik in dem Moment spielen möchte“. Unterschiedliche Persönlichkeiten treten deutlicher hervor, gleichzeitig entsteht in jedem musikalischen Werk ein gemeinsamer Raum, findet eine geistige Metamorphose statt. Vielleicht sind diese Offenheit und Neugierde die entscheidenden Einflüsse von Lehrern wie Eberhard Feltz, dem Alban Berg Quartett oder Partnern wie Menahem Pressler.

 

Lehrer, musikalische Partner, Preise, Veröffentlichungen – gerne werden Stufen konstruiert um herzuleiten, warum viele das Schumann Quartett heute zu den besten überhaupt zählen. Die Vier fassen solche Daten eher als Begegnungen auf, als Bestätigung für ihren Weg. Sie empfinden die musikalische Entwicklung der letzten zwei Jahre als Quantensprung. „Wir haben Lust darauf, es bis zum Äußersten zu treiben, zu probieren, wie die Spannung und unsere gemeinsame Spontaneität trägt", sagt Ken Schumann, der mittlere der drei Schumann Brüder. Versuche, ihnen einen Klang, eine Position, eine Spielweise zuzuordnen, hebeln sie charmant aus, lassen allein die Konzerte für sich sprechen. Und Kritiker geben ihnen recht: „Feuer und Energie. Das Schumann Quartett spielt umwerfend gut [...] zweifellos eine der allerbesten Formationen der jetzigen Quartettblüte, [...] blitzende Virtuosität und Überraschungsbereitschaft“ (Harald Eggebrecht in der SZ). Ausreichend Raum für nächste Abente 

 

Stuttgarter Kammerorchester

 

Das Stuttgarter Kammerorchester (SKO) feiert in der Spielzeit 2020/2021 sein 75-jähriges Bestehen. Das einst von Karl Münchinger ins Leben gerufene Orchester entwickelte seit seinen Anfängen eine unverwechselbare Klangkultur und wurde damit zu einem Vorbild für viele weitere Ensemblegründungen. Unter Dennis Russell Davies, dem Ehrendirigenten des SKO, öffnete sich das Orchester gezielt auch für die Musik der Gegenwart. Mit seinem Nachfolger Michael Hofstetter entwickelte der Klangkörper weitere Kompetenz auf dem Gebiet der historischen Aufführungspraxis, Matthias Foremny überraschte mit Ausgrabungen und der Lust an Talentförderung. Heute steht das SKO für die inspirierende Verbindung von Tradition und Pioniergeist. Mit Stuttgart und seiner Heimatregion ist das SKO durch Konzerte, Kooperationen und Projekte eng verbunden und begeistert als musikalischer Botschafter auf Tourneen und Gastspielreisen das Publikum auf der ganzen Welt. Seine umfassende Diskografie, darunter etliche Referenzaufnahmen, zeugt mit hochkarätigen Solisten und handverlesenen Programmen vom Weltrang dieses Ensembles.

Chefdirigent ist der international gefeierte Violinist und Dirigent Thomas Zehetmair. Künstlerischer Partner des Orchesters ist der renommierte Komponist, Dirigent und Klarinettist Jörg Widmann. Gemeinsam geben sie dem Stuttgarter Kammerorchester als musikalisches Führungsduo neue Impulse bei der Interpretation des breitgefächerten Repertoires vom Frühbarock bis zum 21. Jahrhundert und treten in einigen Konzerten auch als Solisten in Erscheinung. Das Orchester präsentiert sich sowohl als „SKO pur” in seiner Originalbesetzung mit 17 Streichern als auch in sinfonischer Besetzung z. B. für große romantische Werke.

In den Sternstunden, der eigenen Konzertreihe des Stuttgarter Kammerorches- ters im StadtPalais - Museum für Stuttgart, werden lustvoll Genregrenzen überschritten und programmatische Experimente gewagt. Strawinskys Ballettmusik „Apollon musagète” wird mit Werken und Choreografien aus der Zeit Ludwigs XIV. kombiniert. In „Händel meets Hendrix” begegnen sich der Barockmeister und die Pop-Ikone der 60er Jahre in elektrisierenden Adaptionen für Streichorchester auf Augenhöhe.

 

 

 

Minji Han

 

 

Minji Han wurde in Südkorea geboren und begann im Alter von 4 Jahren Klavier zu spielen. Sie kam nach Abschlüssen an der „Seoul Arts High School“, der „Korea National University of Arts“ und der Hochschule für Musik Detmold an die Musikhochschule Münster.

 

Als Solistin trat sie bereits in der Kumho Art Hall in Seoul und im Ewon Art Center Seoul auf. Zu hören war sie darüber hinaus mit dem Suwon Philharmonic Orchestra unter der Leitung von Piotr Borkowski sowie mit verschiedenen Kammermusik-Ensembles im Heyri Art Village in Paju, in der Mozart Hall in Seoul und im National Museum in Korea. Sie gewann zahlreiche Wettbewerbe in Seoul und den 2. Preis bei der „Chopin International Piano Competition“ in Tokio (Japan). Aktuell strebt Minji Han in der Klasse von Prof. Peter von Wienhardt ihr Konzertexamen an.

 

 

 

Tobias Haunhorst

 

„Sein Spiel arbeitet dynamische Schichtungen fast räumlich spürbar heraus. Tänzerische Folgen, dramatische Steigerungen, an Liszt erinnernde Kaskaden lassen einen Pianisten erkennen, der wie ein Maler reiche Farbnuancen entwickelt.“ — Rheinische Post

 

Tobias Haunhorst war bis dato unter anderem in der Philharmonie Essen, Tonhalle Düsseldorf, Jahrhunderthalle Bochum, Stadthalle Wuppertal und beim Schleswig- Holstein Musikfestival zu hören. Konzerte führen ihn regelmäßig ins europäische Ausland, so war er unter anderem in Lissabon (Palácio Nacional de Queluz), in London (LSO St Luke’s), Rotterdam (De Doelen), in Amsterdam, sowie in Baltimore, Philadelphia und Washington, D.C. zu Gast. In 2020 hätten Konzertreisen ihn bis nach Kalifornien und Shanghai führen sollen.

 

Als Solist arbeitete Tobias Haunhorst mit zahlreichen Orchestern zusammen, darunter die Nordwestdeutsche Philharmonie, das Sinfonieorchester Wuppertal, die Bergischen Symphoniker, die Philharmonie Südwestfalen, das Philharmonische Kammerorchester Wernigerode, die Neue Philharmonie Westfalen, The Arch Sinfonia in London und das Kölner Kammerorchester unter Christoph Poppen.

 

Tobias Haunhorst ist erster Preisträger der internationalen Klavierwettbewerbe „Città di Stradella“ und „Barletta“. Er war Stipendiat der Deutschen Stiftung Musikleben, der arteMusica- Stiftung, MCMF Foundation, Kluth-Stiftung und der Zetland Foundation.

 

Wesentliche musikalische Impulse erhielt er bei Prof. Josef Anton Scherrer in Köln, bei Prof. Ian Fountain an der Royal Academy of Music London, und in Frankfurt/Münster bei Prof. Arnulf v. Arnim, welcher in der pianistischen Tradition von Wilhelm Kempff und Claudio Arrau steht. Zum Wintersemester wird er ein Konzertexamen bei Prof. Peter von Wienhardt beginnen. Auch der Celibidache-Schüler Salvador Mas Conde und der Aikido- Großmeister Karl Grunick hatten einen prägenden Einfluss auf seine künstlerische Entwicklung.

 

Seit der Saison 2020 ist Tobias Haunhorst künstlerischer Leiter des music in resonance – Summer Festival and Academy in Norditalien. Neben dem solistischen Repertoire widmet er sich gerne der Kammermusik, beispielsweise im Duo mit der Cellistin Nadège Rochat.

 

Mit dem Bochumer Komponisten Stefan Heucke verbindet ihn ein langjähriger künstlerischer Austausch, welcher sich unter anderem in seiner kommenden Debut-CD widerspiegelt. Diese stellt Heuckes zweite Klaviersonate in unmittelbaren Kontext zu den Vorbildern Schubert und Liszt und wird in Kürze beim Label GWK RECORDS erscheinen.

 

 

 

 

 

Minetti Quartett

 

 

 

 

Zu seinem 15-Jahr-Jubiläum präsentierte sich das österreichische Minetti Quartett in der Saison 2017/18 erstmals in einem selbst gestalteten Konzert-Zyklus auf Wiens neuester Bühne, dem MuTh im Wiener Augarten. Der Zyklus findet 2018/19 seine Fortsetzung und festigt so die musikalischen Wurzeln des Ensembles in seiner Heimatstadt Wien. Konzertreisen nach Spanien, Frankreich, Deutschland, Schweden, in die Schweiz und USA, sowie eine neue CD- Einspielung mit Musik des 20. Jahrhunderts sind die Glanzpunkte der laufenden Saison.

 

Der Name „Minetti Quartett“ bezieht sich auf ein Schauspiel des Schriftstellers Thomas Bernhard, der in Ohlsdorf im Salzkammergut lebte, wo auch die beiden Geigerinnen des Quartetts aufwuchsen.

 

Seit seiner Nominierung für den „Rising Stars“ Zyklus der „European Concert Hall Organization“ 2008/09 konzertiert das Minetti Quartett wiederholt in den renommiertesten Konzertsälen in Wien, Berlin, Köln, Amsterdam, Barcelona, Stockholm, Brüssel, London etc. Einladungen zu berühmten Kammermusikfestivals führten das Quartett auch nach Nord-, Mittel- und Südamerika, nach Australien, Japan und China.

 

Kammermusikpartner sind u. a. Fazil Say, Till Fellner, Jörg Widmann, Paul Meyer, Martin Fröst, Sharon Kam, Thomas Riebl, István Vardai, Camille Thomas, Alois Posch, Solisten der Wiener und Berliner Philharmoniker und das Mandelring Quartett. Solistisch trat das Quartett mit dem Brucknerorchester Linz und dem RSO-Wien auf.

Das Minetti Quartett ist Gewinner zahlreicher internationaler Kammermusik- Wettbewerbe und erhielt auch den österreichischen „Großer Gradus ad Parnassum Preis“, das Staatstipendium des österreichischen Bundesministeri- ums sowie das Karajan-Stipendium.

 

Die Österreichische Nationalbank stellt dem Quartett zwei Violinen von G. B. Guadagnini („Mantegazza“ 1774 und die „ex Meinel“, 1770-1775) und ein Violoncello von G. Tononi (Bologna, 1681) leihweise zur Verfügung. Milan Milojicic spielt auf einer Viola von Bernd Hiller (2009). 

 

 

 

 

 

         Benedict Klöckner

 

 

 

 

 

 

Benedict Kloeckner, geboren 1989, zählt zu den herausragenden Begabungen der neuen Solistengeneration. Er konzertiert weltweit als Solist mit renommierten Orchestern wie dem Royal Philharmonic Orchestra London, der Deutschen Radiophilharmonie, dem MDR Radio Sinfonieorchester, dem NDR Radio Sinfonieorchester, der Deutschen Staatsphilharmonie, dem Russischen und Polnischen Staatsorchester, der Kremerata Baltica sowie dem Arcos Chamber Orchestra New York. Er arbeitete mit namhaften Dirigenten wie Daniel Barenboim, Christoph Eschenbach, Ingo Metzmacher, Michael Sanderling und Sir Simon Rattle.

 

Benedict Kloeckner gastiert in Konzerthallen wie der Berliner Philharmonie, der Carnegie Hall New York, dem Kennedy Center Washington, der Symphony Hall Chicago, dem Arts Center Seoul, dem Musikverein Wien, dem Gewandhaus Leipzig, der Tonhalle Zürich, dem Gasteig in München, dem Concertgebouw Amsterdam, dem Rudolfinum Prag, dem Athenäum Bukarest, der Barbican, Cadogen, und Wigmore Hall London. Er ist gern gesehener Gast bei Festivals in aller Welt.

 

Der junge Cellist ist Preisträger und Gewinner zahlreicher internationaler Wettbewerbe, u.a. des Internationalen Rundfunkwettbewerb der European Broadcasting Union (EBU) in Bratislava, des Grand Prix Emanuel Feuermann in Berlin, des Verbier Festivals und der Manhattan International Music Competiti- on New York. Darüber hinaus wurde er 2008 mit dem Europäischen Kulturför- derpreis der Stiftung „Pro Europa“ wie auch 2006 mit dem Kulturförderpreis des Landes Rheinland Pfalz ausgezeichnet. Er ist langjähriger Stipendiat der Studienstiftung des Deutschen Volkes, der Oscar und Vera Ritter Stiftung und der Deutschen Stiftung Musikleben.

 

In der Saison 2019/2020 spielt er das Dvorak-Konzert, Beethovens Tripelkon- zert sowie einen kompletten Bach-Suiten-Zyklus in Washington, Berlin und den Niederlanden. Mit Konzerten im Teatro Colón Buenes Aires, São Paolo und Montevideo wird er außerdem auf Südamerika-Tournee gehen.

Als Gewinner des 17. Instrumentenwettbewerbs der Stiftung Musikleben wurde ihm ein Violoncello von Francesco Rugeri (1680) zugesprochen.

 

 

 

 

 

Nikolaus von Bülow

 

 

begann seine Instrumentalausbildung im Alter von vier Jahren und studierte bei Gerhard Hamann in Trossingen, Jens Peter Maintz in Berlin und Lynn Harrell in Lübeck. Meisterkurse bei David Geringas, Boris Pergamenschikow, William Pleeth, Thomas Demenga, und Heinrich Schiff ergänzten seine solistische Ausbildung. 2006 schloss er ein „Master’s of Music“-Studium an der Rice University in Houston (USA) bei Lynn Harrell an.

 

Durch die intensive Quartettarbeit im „Bülow-Quartett“ erhielt er zusätzlich Impulse von Kammermusikgrößen wie dem LaSalle Quartett, dem Amadeus Quartett, dem Alban Berg Quartett, dem Bartók Quartett, dem Hagen Quartett und dem Cleveland Quartett. Preise bei nationalen und internationalen Solo- und Kammermusikwettbewerben (z.B. 2. Preis beim Dotzauer-Wettbewerb, Sonderpreise beim Wettbewerb des BDI und beim Reger-Wettbewerb) führten ihn auf die Konzertpodien in Europa und den USA.

 

Als Solocellist musizierte er mit dem Südwestdeutschen Kammerorchester Pforzheim, dem Württemberger Kammerorchester, dem Bach-Collegium Stuttgart und dem Münchner Rundfunkorchester. Seit November 2007 ist Nikolaus von Bülow Solocellist im Stuttgarter Kammerorchester – erst als zweiter Solocellist und seit der Saison 2018/19 in der Position des koordinierten Solocellos. Mit diesem trat er als Solist auf Tourneen durch Indien, China, Thailand, Norwegen, Schweden und Deutschland auf. 2013 erschien eine CD des Stutttgarter Kammerorchesters mit Vivaldi-Konzerten, auf der Nikolaus von Bülow zusammen mir György Bognár, damals Solocellist des SKO, als Solist mit dem Doppelkonzert in g-moll für zwei Violoncelli zu hören ist.

 

 

 

 

 

ATOS Trio

 

 

 

 

 

Drei Stimmen, ein Klang: Es ist diese absolut perfekte Einheit in Phrasierung, Klang,

Gefühl und Interpretation, die das ATOS Trio von allen anderen unterscheidet.

(Detroit Free Press, USA).

 

Thomas Hoppe, Annette von Hehn und Stefan Heinemeyer erobern gemeinsam seit 2003 weltweit die großen Konzertreihen. Rund um den Globus wird das ATOS Trio vom Publikum bejubelt und von der Kritik gefeiert. Vom Kalichstein-Laredo-Robinson International Trio Award, dem maßgeblichen US-amerikanischen Preis für die Gattung, bis zur exklusiven Auszeichnung als New Generation Artists durch die BBC. Von der Carnegie Hall über die großen Festivals bis Ozeanien. Mit Preisen von Melbourne über Graz nach London.

 

Das ATOS Trio geht in Ausdruck und Dynamik an die Grenzen. Und mit seinem unerhört warmen, homogenen, singulär expressiven Trio-Klang oft weit über das Gewohnte, Gehörte, Erwartete hinaus.

 

Auf Festivals wie City of London, Cheltenham, Budapest Spring und Bemus Festival Belgrad. In der Wigmore Hall London, dem Concertgebouw Amster- dam, dem Teatro Colón in Buenos Aires und der Berliner Philharmonie. Beim Schleswig-Holstein Musik Festival, dem Rheingau Musik Festival, den Festspie- len Mecklenburg-Vorpommern, den Ludwigsburger Schlossfestspielen.

 

Auf begeistert aufgenommenen CD-Einspielungen der Klassik und Romantik (Beethoven, Brahms, Schubert, Schumann, Mendelssohn). Auf der Furore machenden Erforschung Heinrich von Herzogenbergs und Josef Suks und jüngst auf der Feier französischer, russischer, tschechischer und 'Wiener' Musik (The French Album, The Russian Album, The Czech Album, The Vienna Album). 2019 werden vom Label der Londoner Wigmore Hall zwei Doppelalben mit sämtlichen Klaviertrios von Beethoven veröffentlicht, aufgenommen in den zahlreichen Wigmore-Konzerten des ATOS Trios.

„...one of the elite piano trios playing before the public today.“

(The Washington Post, USA) 

 

 

 

 

 

Claudia Buder

 

 

 

 

 

Claudia Buder wächst in ihrer Geburtsstadt Leipzig auf. Das Leben bietet ihr dort die Gelegenheit, noch 20 Jahre sozialistischen Realismus zu erleben. Auch musikalisch. Mit der historischen Wende im Jahr 1989 ändern sich die Realitäten. Ebenso musikalisch. Ihre Studien bei Prof. Ivan Koval an der Hochschule für Musik FRANZ LISZT in Weimar werden durch einen Studienaufenthalt bei Prof. Mie Miki an der Folkwang Universität der Künste ergänzt. Ihre Studien schliesst sie mit zwei Diplomen und dem Konzertexamen ab. Die Jugendzeit ist auch durch nationale wie internationale Wettbewerbserfolge geprägt – sie war u. a. 1. Preisträgerin beim Internationalen Akkordeonwettbe- werb Klingenthal.

Internationale Lehraufträge führten nach Finnland – Fachhochschule Turku, in die Slowakei – Universität Prešov und in die Niederlande – ARTEZ Enschede. DasLehrenistfürsiekeinzweitesStandbein,sondernBerufung. Soleitetsie neben Meisterkursen auch Förderkurse auf internationaler Ebene. 2009 eröffnete sie die Fachrichtung Akkordeon an der Hochschule für Musik in Münster. 2018 erhielt sie eine Professur an der Hochschule für Musik FRANZ LISZT in Weimar. Das Leben lehrt Improvisation: Alan Bern wie auch Markus Stockhausen inspirieren zu Inventionen auf dem Weg zur intuitiven Musik.

Claudia Buder ist von der Vielseitigkeit ihres Instruments begeistert. Ihre musikalischen Aktivitäten mit unterschiedlichsten Besetzungen des kammer- musikalischen Bereichs sind in verschiedenen CD-Produktionen dokumentiert. Engagements im In- und Ausland führten Claudia Buder auch mit größeren Ensembles wie dem Ensemble Ascolta, dem Ensemble Modern und dem Ensemble Resonanz zusammen. Sie spielte den Akkordeonpart bei der Uraufführung der Oper Emilia Galotti von Marijn Simons, der deutschen Erstaufführung der neu instrumentierten Fassung von Alban Bergs Oper Lulu. Solistisch war sie unter anderem zu Gast bei Amsterdam Sinfonietta, den Wiener Philharmonikern und arbeitete mit Dirigenten wie George Alexander Albrecht, Kent Nagano und Andris Nelsons zusammen. 2016 spielte sie kammermusikalisch wie auch solistisch bei den BBC Proms mit dem BBC Symphony Orchestra unter der Leitung Sakari Oramo.

 

 

 

 

 

Tatjana Ruhland

 

 

 

 

 

Als „Paganini der Flöte“ wurde OPUS KLASSIK-Preisträgerin Tatjana Ruhland einmal von einem Kritiker beschrieben, und im Dezember 2018 nannte sie der Tagesspiegel anlässlich von Debussys „Prélude à l’après-midi d’un faune“ mit den Berliner Philharmonikern „einen fabelhaften Faun“ und resümierte: „Schon für die ersten Takte ist der Jubel am Ende verdient“. Im Fono Forum hieß es über eine ihrer CDs, Ruhland könne „alles ausspielen: Virtuosität, Übergänge, Kontraste“. Nach ihrer Einspielung von Flötenwerken Carl Reineckes beschri ben die Rezensenten Tatjana Ruhland als „Spitzenklasse ihrer Zunft“ und „virtuose und volatile Flötistin“ mit „warmem Ton voller Gestaltungsintensität.“ Diese Aufnahme, von der Zeitschrift Crescendo als „leidenschaftliche Liebeserklärung“ gewürdigt, wurde 2018 mit dem OPUS KLASSIK als Konzerteinspielung des Jahres ausgezeichnet.

 

Ihre musikalische Kompetenz und inspirierende Bühnenpräsenz setzt Tatjana Ruhland, die spätestens seit ihrem Debüt in der New Yorker Carnegie Hall zu den profiliertesten Vertreterinnen ihres Instruments zählt, für durchdachte Programme und anspruchsvolle Projekte ein. In den letzten Jahren ist die Flötistin u.a. bei so namhaften Festivals wie dem Beethovenfest Bonn, dem Prager Frühling und dem Festival de Radio France aufgetreten. Sie spielte darüber hinaus im Orchester der Bayreuther Festspiele unter Christian Thielemann. Weitere Konzertreisen führten sie zu Solokonzerten u.a. nach Belgien, Italien, Japan, Taiwan, Brasilien, Argentinien und in die USA. Als Solo- Flötistin des SWR Symphonieorchesters und als regelmäßiger Gast weiterer Rundfunkorchester trat sie u.a. in der Suntory Hall Tokio, dem Concertgebouw Amsterdam, der Londoner Royal Albert Hall, der Philharmonie und dem Konzerthaus Berlin, der Elbphilharmonie Hamburg, dem Musikverein und Konzerthaus Wien sowie der Tonhalle Zürich auf.

 

Tatjana Ruhland musizierte als Solistin mit bedeutenden Klangkörpern und bei Festivals wie dem Rheingau Musikfestival, dem Lucerne Festival und den Londoner „Proms“ sowie als kammermusikalische Partnerin mit Hilary Hahn, Emmanuel Pahud, Matthias Goerne, Christine Schäfer und Matthias Höfs. 

 

 

 

 

 

Eliot Quartett

 

 

 

 

 

Ihre Aufführung von Beethoven’s Op. 132, vor allem des perfekt duchgehaltenen und berührenden langsamen Satzes, war eine der überzeugendsten, die ich gehört habe.“ - Alfred Brendel.


Das Eliot Quartett gründete sich im Sommer 2014 und zählt zu den vielverspre- chendsten Streichquartetten der neuen Generation.

 

Das international besetzte Ensemble gründete sich in Frankfurt am Main und ist Preisträger zahlreicher Wettbewerbe. So erhielt es den 2. Preis beim Mozart- wettbewerb Salzburg sowie den 2. Preis bei der Melbourne International Music Competition, sowie den Preis des Deutschen Musikwettbewerbs.

 

In der kommenden Spielzeit freut sich das Quartett unter anderem auf ein Gastspiel beim Bachfest Leipzig sowie auf einen gemeinsamen Auftritt mit Alfred Brendel bei der Schubertiade in Schwarzenberg.


Das Eliot Quartett ist nach dem U.S.-amerikanischen Schriftsteller T. S. Eliot benannt, der sich von den innovativen, späten Streichquartetten Beethovens zu seinem letzten großen poetischen Werk „Four Quartets“ inspirieren ließ. 

 

 

 

 

 

Matias de Oliveira Pinto

 

 

 

 

 

In São Paulo, Brasilien als Sohn einer Künstlerfamilie geboren. Schon in früher Kindheit erhielt er Klavierunterricht, später Cellounterricht und wurde bereits mit 18 Jahren, noch Schüler von Prof. Zygmunt Kubala, Lehrbeauftragter an der Musikhochschule in Curitiba (Brasilien). Noch im selben Jahr folgte ein Meisterkurs bei Aldo Parisot und ein erfolgreicher Wettbewerb, der ihm ein Stipendium der Herbert-von-Karajan-Stiftung einbrachte. In Europa folgte das Studium bei Prof. Eberhard Finke (1.Solocellist der Berliner Philharmoniker) sowie ein zweijähriges Studium an der Franz-Liszt-Akademie in Budapest bei Prof. Csaba Onczay. Weitere Meisterkurse bei Antonio Meneses, Gerhard Mantel, William Pleeth und Paul Tortelier.

Viele Konzertreisen führten Matias de Oliveira Pinto durch Südamerika, Europa, USA, nach Japan, Australien und nach Neuseeland in welchen er sowohl als Solist als auch als Kammermusiker und Pädagoge tätig war. Matias de Oliveira Pinto ist in vielen internationalen Festivals aufgetreten.

Neben seiner Konzerttätigkeit ist Matias de Oliveira Pinto ein gefragter Cellopädagoge. Seit 1991 unterrichtet er u.a. an der Berliner Musikhochschule (UdK - seit Sommersemester 2005 als Gastprofessor). Zum Sommersemester 2005 ist er einem Ruf an die Musikhochschule Münster gefolgt. Er leitete bereits viele Violoncello- und Kammermusikkurse in Deutschland, Frankreich, Brasilien, USA und Japan.

Die Berliner Verlage "Edition Margaux" und "Neue Musik" verpflichteten ihn als Herausgeber zeitgenössischer Celloliteratur. Viele Komponisten widmeten ihm ihre Werke.

 

 

 

 

 

Lea Maria Löffler

 

 

 

 

 

Die 21-jährige Lea Maria Löffler entdeckte ihre Liebe zur Harfe bereits im Alter von 5 Jahren. Zunächst studierte sie in der Frühförderklasse der HfM Würzburg und im Jungstudierenden-Institut der HfM Detmold, das sie seitdem als Studium bei Prof. Godelieve Schrama fortsetzt.

 

Beim Deutschen Musikwettbewerb 2018 erspielte sie sich ein Stipendium, verbunden mit der Aufnahme in die Bundesauswahl Konzerte Junger Künstler. Zusätzlich wurde sie mit dem Sonderpreis des Verbandes der Harfenisten in Deutschland e.V. ausgezeichnet.

 

2010 gab Lea Maria ihr erstes Solokonzert mit Orchester und spielte u. a. mit den Würzburger Philharmonikern und den Bergischen Symphonikern. Orchestererfahrung sammelte sie im Bundesjugendorchester.


Soloauftritte und Konzertreisen führten sie zu den verschiedensten Konzertsälen im In- und Ausland. Mehrere CDs zeugen von ihrer künstlerischen Arbeit. 

 

 

 

 

 

EmBRASSment

 

 

 

 

 

Als sich im Jahre 2000 fünf ambitionierte Leipziger Musikstudenten zu einem noch namenlosen Blechbläserquintett zusammenschlossen, ahnte wohl keiner von ihnen, dass dieses Ensemble heute einen wesentlichen Teil ihres Berufslebens ausmachen sollte! Ursprünglich waren es die Freude am interaktiven kammermusikalischen Musizieren, die Selbstbestimmtheit in Programmwahl und Interpretation sowie auch die solistische Herausforderung jedes Einzelnen, die den Musikern eine erfrischende Abwechslung zum Orchesterspiel bot.

 

Nach ersten erfolgreichen Sommertourneen konnte das Ensemble unter dem Namen „emBRASSment“ (der übrigens trotz englisch-französischer Provenienz einfach deutsch ausgesprochen werden darf!) bald bundesweit ein stetig anwachsendes, begeistertes Publikum musikalisch „umarmen“ und ist heute aus vielen Veranstaltungsreihen nicht mehr wegzudenken.

 

Das breit gefächerte Repertoire von emBRASSment umfasst sowohl einschlägige Originalkompositionen für Blechbläserquintett als auch Arrangements von Werken aller Epochen. Dabei werden von Monteverdi bis Bernstein, vom Kirchenchoral bis zum ABBA-Hit auch stilistisch nahezu alle Genres abgedeckt.

 

Eine charmante sowie informative, unterhaltsame aber immer angemessene Moderation gehört ebenso selbstverständlich zum Markenzeichen des Ensembles wie stilsichere Interpretationen und hohe technische Vervollkomm- nung auf musikalischem Gebiet.

Von emBRASSment sind mittlerweile fünf Tonträger erschienen, auf denen die Bandbreite des Repertoires und die musikalische Souveränität des Quintetts eindrucksvoll dokumentiert sind: Von der 2006 eingespielten Platte „Delikatessen“ über „Auszüge“ (2009), „Unerschöpflich“ (2011) und der Veröffentlichung „Nordbetont“ (2013) bis zur jüngsten Erscheinung „emBRASSment 5.00“ durchschreitet der Zuhörer einen ganzen musikalischen Kosmos im edlen Blechbläsergewand.

 

 

 

 

 

 

qunst.quintett

 

 

 

 

 

 

„Wenn spielerische Fähigkeit sich mit künstlerischer Empfindsamkeit kombiniert, kommt großartige Musik heraus. (...) Fünf junge Musiker - keiner älter als 23 - spielen seit ihrer Schulzeit gemeinsam im "qunst.quintett", einem Bläserquintett, das man nach renommierten Preisen zu den Spitzenensembles zählen darf.“ - onetz

 

Das qunst.quintett ist ein Bläserquintett, dessen Grundstein die Mitglieder bereits in jungen Jahren im Landesjugendorchester Baden-Württemberg legten.

Direkt nach seiner Gründung gewann das Ensemble 2011 beim Wettbewerb Jugend musiziert einen 1. Preis auf Bundesebene. Im Anschluss daran wurden die fünf Musiker für drei Jahre von der Jürgen-Ponto-Stiftung gefördert.

 

Im März 2016 wurde das qunst.quintett beim Deutschen Musikwettbewerb mit einem Stipendium und der Aufnahme in die 61. Bundesauswahl Konzerte Junger Künstler (BAKJK) ausgezeichnet.

 

Seit November 2016 ist das Ensemble außerdem Stipendiat der Villa Musica Rheinland-Pfalz. Beim 9th Osaka International Chamber Music Competition im Mai 2017 gewann das Ensemble einen dritten Preis.

 

Neben der regen kammermusikalischen Konzerttätigkeit, ergänzt durch Rund- funkmitschnitte von BR und NDR, wirken bzw. wirkten alle Mitglieder in deutschen Orchestern als Solobläser oder Akademisten. So vereint sie bei ihrem Zusammenspiel einerseits ihre Freundschaft auf und neben der Bühne ebenso wie ihre große Liebe zur Kammermusik. Der Ensemblename qunst.quintett beruht auf der Wortschöpfung "qunst", dessen q den Zusammenhang zwischen der Kunstform Musik und dem Quintett beschreiben soll. 

 

 

 

 

 

Trio Tonkunst

 

 

 

 

 

 

Das Trio Tonkunst vereint seit 5 Jahren mit Koh Gabriel Kameda, Elisabeth Fürniss und Peter von Wienhardt drei deutsche Spitzenkünstler der Universität Münster von internationalem Rang zu einem der spannendsten Klaviertrios der internationalen Konzertszene. Als Solisten seit mehr als zwanzig Jahren erfolgreich auf den großen Bühnen in Europa, Amerika und Asien zu Hause, verbindet diese Künstler die Freude am Trio-Spiel.

 

Neben den klassischen, traditionellen Werken widmen sie sich vor allem um Werke aus Sinfonischer-, Popular-und Filmmusik, die eigens für das Trio arrangiert werden wie z.B.: Mussorky's Bilder einer Ausstellung oder auch die Hollywood Suite, die so ziemlich jede berühmte Filmmelodie kontrapunktisch vereint. Mit diesem eigenen Repertoire sprengen sie die Grenzen des klassischen Klaviertrios und begeistern das Publikum auf höchstem Niveau. 

 

Koh Gabriel Kameda gehört zu den großen Violinisten der Gegenwart. Sir James Galway nannte ihn „einen der bedeutendsten Violinisten seiner Generation“. In über 30 Jahren führten ihn seine Konzerte durch die bedeutendsten Konzertsäle Europas, Asiens, Nord- und Südamerikas. Von 2005 – 2009 lehrte er an der Zürcher Hochschule der Künste, danach an der Hochschule für Musik Detmold und ist seit 2019 an der Universität Münster tätig. Kameda spielt auf einer Violine von Antonius Stradivarius, Cremona, aus dem Jahre 1727. 

 

Elisabeth Fürniss ist eine der kreativsten und vielseitigsten Cellistinnen Deutschlands. Ihre amerikanisch-jüdische Abstammung in einer Hamburger Musikerfamilie hat sie ge- prägt und sie veranlasst, ihr Studium in Los Angeles bei dem Ungarn Gabor Rejto und in London bei William Pleeth zu absolvieren. Sie ist Mitglied im Sinfonieor- chester und unterrichtet an der Musikhochschule Münster. Sie hat innovative Arbeit in der Installation des Fachs Applied Music Psychology geleistet und in diesem Zusammenhang einen Film für das ZDF zum Thema Lampenfieber gedreht.